Franz Philipp: Mater Dei

Marienleben für Bariton Solo und Chor a cappella, op. 60

ALBUM DETAIL

Die Vertonung des Marienlebens gehört zu den zentralen Chorwerken des Freiburger Komponisten. Das feine, spätromantisch gefärbte Klangbild, mit dem er den Zuhörer durch das Leben der Gottesmutter führt, gehört zu jenen wunderbaren Raritäten, die sich SPEKTRAL besonders verpflichtet fühlt. Mit dem ensemble cantissimo unter der Leitung von Markus Utz musiziert zudem ein Klangkörper internationalen Ranges. Die CD ist in Co-Produktion mit dem SWR entstanden.

»Im besten Sinn professionell zeigen sich die 19 Vokalisten: ein kleiner, feiner Spitzenchor, der alles kann. Überirdisch schön die mühelosen Höhen der Soprangruppe. […] In meisterlichem Tonsatz schreibt Philipp ideenreich die Spätromantik fort, wobei er sanft bisweilen auch an die Tür der neuen Zeit klopft.« (Kirchenmusikalische Mitteilungen der Erzdiözese Freiburg)

»Reinhold Schneider vermerkte zu diesem Werk: “Es ist (dem Komponisten) gelungen, das musikalische Freiburger Münster zu erbauen.” […] Der Bariton Dominik Wörner, das ensemble cantissimo und Dirigent Markus Utz bilden ein kongeniales Team, genau die richtigen Interpreten, um dieses fast vergessene vokale Juwel zu fassen.« (Regio Magazin)

Dominik Wörner, Bassbariton
ensemble cantissimo
Markus Utz, Leitung

CD-Inhalt

CD-Inhalt:

Franz Philipp (1890–1972):
Mater Dei
Salve Regina, In illo tempore missus est Angelus Gabriel, Mittit ad Virginem, Exsurgens autem Maria, Magnificat, Et peperit filium, Dormi Jesu blandule, Et benedixit illis Simeon, Stabat Mater, Angelus enim Domini descendit de coelo, Regina caeli laetare, Assumpta est Maria in coelum, Hymnus: surge Victrix, Verbum bonum et suave personemus, Ave Maria
Maria, Himmelskönigin! op. 58,1 (Unserer lieben Frau)

 

Gesamtspielzeit / Total recording time: 47.20 | Format: Audio-CD
Konzertmitschnitt / Live recording: Juni 2007
Eine Aufnahme des Südwestrundfunks
Mit deutschem Beiheft (36 Seiten) / English booklet enclosed
Best.-Nr. SRL4-08019 | (p) & (c) 2008 SPEKTRAL | Reihe SPEKTRAL CLASSICS

KÜNSTLER

Dominik Wörner, Bassbariton

Dominik Wörner studierte Kirchenmusik in Stuttgart (A-Examen), Musikwissenschaft und Cembalo in Fribourg sowie Orgel und Gesang in Bern (beides mit Solistendiplom). Sein maßgeblicher Lehrer in Gesang war Jakob Stämpfli. 2002 gewann er beim XIII. Internationalen Bach-Wettbewerb im Fach Gesang den Ersten Preis und einen Sonderpreis des Leipziger Barockorchesters.
Vertiefende Studien, die er in Zürich bei Irwin Gage in dessen Meisterklasse für Liedinterpretation mit Auszeichnung abschloss, vervollständigten seine Ausbildung.
Mit den großen Oratorienpartien seines Fachs (von Monteverdis Marienvesper bis Verdis Requiem) gastierte er erfolgreich in fast allen Ländern Europas, den USA, in Asien und Australien unter Dirigenten wie Carl Saint Clair, Christophe Coin, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Sigiswald Kuijken oder Masaaki Suzuki – dabei finden besonders seine Bach-Interpretationen internationale Anerkennung. Eine Reihe von preisgekrönten CD-Einspielungen (Echo-Klassik-Preis, Diapason d’Or) für Labels wie Accent, BIS, Capriccio etc. und TV-/Rundfunkübertragungen dokumentieren mittlerweile das außergewöhnliche Können des jungen Sängers.
Sein erfolgreiches Operndebüt gab der Bassbariton bei den Barock-Opernfestspielen in Solothurn und bei cpo auf CD in der Titelpartie von Jean-Jacques Rousseaus „Le Devin du village“.
Große Bedeutung hat für ihn der Liedgesang: Schuberts Winterreise führte er mit großem Erfolg in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Eine Einspielung bei ars-produktion mit Christoph Hammer ist kürzlich erschienen. Mit dem Magelone-Liedzyklus von Brahms gab er dieses Jahr in der Toppan Hall Tokyo sein Liederabenddebüt in Japan.
Dominik Wörner ist außerdem Gründer und Künstlerischer Leiter des Kirchheimer Konzertwinters sowie Mitbegründer des Kirchheimer Liedersommers.

ensemble cantissimo

Das ensemble cantissimo hat seinen Ursprung im Jahre 1994, als Markus Utz für ein Konzert mit Werken frühbarocker Komponisten ein Vokaloktett zusammenstellte. In den Folgejahren wuchs die Besetzung auf 20 junge, professionelle Sängerinnen und Sänger aus Deutschland und der Schweiz. Je nach Anforderung wird die Besetzung bis auf 35 Choristen erweitert.
Der Name ist Programm: »cantissimo« bedeutet die Fokussierung auf A-cappella-Gesang in Reinkultur. Den thematischen Schwerpunkt des Vokalensembles bilden seit jeher musikalisch »unerhörte« Projekte. Die Darstellung von Alter und Neuer Musik, außergewöhnliche Klangkonzeptionen und Vokalimprovisationen von großer Sensibilität sind nur einige der Aspekte. Der Mut zu neuen Ideen, vor allem im Bereich der zeitgenössischen A-cappella-Musik, haben dem Chor schon in der kurzen Zeit seines Bestehens einen herausragenden Platz in der internationalen Chorszene eingebracht. Die Zusammenarbeit mit Komponisten, Instrumentalisten und Künstlern anderer Sparten ist zudem ein besonderes Anliegen im Streben, neue Ausdrucksformen zu finden.
Das Ensemble etablierte sich mit Auftritten bei den Heiligkreuzer Konzerten Kempten. Es folgten Auftritte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Konzertproduktionen mit dem BR, dem SWR und eine Filmproduktion mit der RAI zeugen von der besonderen Wertschätzung, die dem Ensemble entgegen gebracht wird. Neben der vorliegenden CD-Produktion ließ das Ensemble zusammen mit dem Münchner Barockensemble L’arpa festante mit einer vielbeachteten Einspielung geistlicher Werke des Mozart-Lehrers Giovanni Battista Martini aufhorchen.
Weitere Infos auf der Homepage ensemble cantissimo

Markus Utz, Dirigent

Markus Utz, geboren 1972 in Kempten/Allgäu, ist Professor für Chorleitung an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2001 bis 2008 war er als Bezirkskantor und Musikdirektor am Münster Unserer Lieben Frau in Konstanz am Bodensee tätig.
Er studierte Kirchenmusik, Orgel und Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik Detmold. Seinem Studium als DAAD-Stipendiat in der renommierten Diplomklasse Dirigieren (Prof. Anders Eby) an der Königlichen Musikhochschule Stockholm verdankt er eine starke Prägung und wesentliche künstlerische Impulse. Es folgten Lehraufträge für Dirigieren an der Universität Uppsala, der Musikhochschule Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Thurgau.
Neben Auszeichnungen als Organist in verschiedenen Wettbewerben bekam er im Jahr 2000 das Stipendium der Scandinavian Bach Academy (Sir Andrew Parrott) und im Oktober 2003 war er als einziger Deutscher Finalist beim »Eric Ericson Award« in Stockholm, einem internationalen Dirigentenwettbewerb.
Innerhalb der »Heiligkreuzer Konzerte Kempten« erarbeitete er sich schon in jungen Jahren als Chor- und Orchesterleiter ein breites Repertoire von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert. Markus Utz ist einer der hoffnungsvollen jungen deutschen Chordirigenten und künstlerischer Leiter des von ihm bereits während seines Studiums gegründeten »ensemble cantissimo«, mit dem er sich mit ungewöhnlichen Programm- und Klangkonzeptionen im Bereich der Alten und Neuen A-cappella-Musik einen hervorragenden Namen im In- und Ausland gemacht hat. Er konzertiert europaweit als Organist und Gastdirigent bei diversen Rundfunkchören.

 

Chorsinfonische Marien-Klänge
Zu Franz Philipps Marienleben Mater Dei, op. 60
»Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt…«
Nicht nur im Bereich von Theologie und Frömmigkeit ist Maria eine Hauptperson. Auch zahlreiche künstlerische Spielarten ließen sich von ihr inspirieren. So kommen zu den »tausend Bildern«, die dem Romantiker Novalis in seinem berühmten Mariengedicht vor Augen stehen, noch tausend Worte der Literatur hinzu und ebenso viele Klänge der Musik. Von den marianischen Antiphonen der Gregorianik über Claudio Monteverdis prachtvolle »Marienvesper« (1610) und Heinrich Ignaz Franz von Biebers »Rosenkranzsonaten« für Violine und Basso continuo (1670) bis zu den ungezählten Magnificat-Vertonungen reicht die Marien-Klangwelt, die mit »Stabat Mater« auch das Thema der Passion umfasst. […]
Auszug aus dem CD-Booklet, Text von Dr. Meinrad Walter

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