ANNUNCIATION —
DIE VERKÜNDIGUNG
Werke von Zsolt Gárdonyi
CD-NEUERSCHEINUNG!
Zsolt Gárdonyi gehört zweifellos zu den führenden Komponisten der zeitgenössischen Musik im Kirchenraum. Seine gemäßigt moderne Tonsprache weiß in ihrer ganzen Vielfalt und Klangpracht zu begeistern und ist fester Bestandteil des internationalen Repertoires. Im Zentrum dieses Komponistenportraits steht das Oratorium »Die Verkündigung«.
Monteverdichor Würzburg & Mainphilharmonie
Matthias Beckert, Dirigent
Zsolt Gárdonyi & Dezso Karasszon, Orgel
CD-Inhalt:
»Die Verkündigung« für Sopransolo, Chor und Orchester (Oratorium)
Geburt Christi
Anbetung der Könige
Auferstehung Christi
Himmelfahrt Christi
Ausgiessung des Geistes
ALEXANDRA STEINER, SOPRAN
MONTEVERDICHOR WÜRZBURG
MAINPHILHARMONIE
MATTHIAS BECKERT, LEITUNG
Meditation »Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort« für Orgel
Fünf Orgelchoräle:
Lobt Gott, den Herrn der Herrlichkeit
Jauchzt alle Lande, Gott zu Ehren
Dem Herrn gehört unsre Erde
Vom Himmel hoch, da komm ich her
In dir ist Freude
ZSOLT GÁRDONYI, ORGEL
Duplum für Oboe und Orgel
Rhapsodie für Posaune und Orgel
Variationen für Violoncello und Orgel
Sonata da chiesa für Trompete, Posaune und Orgel
Arioso
Invention
Rezitativ
Toccata
DEZSO KARASSZON, ORGEL
SÁNDOR HEGEDUS, POSAUNE
DÉNES KARASSZON, VIOLONCELLO
CSABA NAGY, OBOE
KRISZTIÁN KOVÁTS, TROMPETE
ANNA REBEKA DONKÓ, POSAUNE
»»» Ausführliche Informationen, Texte, Photos, etc. im Beiheft der CD
Mit deutschem Beiheft (28 Seiten) / English booklet enclosed
Gesamtspielzeit: 75.55 | Format: 1 Audio-CD | VÖ: 07/2010
Aufnahme: 07/2009, Neubaukirche Würzburg (1–5, Konzertmitschnitt); 03/2000, Åkermann-Orgel, Dom zu Uppsala, Schweden (6–11);
01/1994, Jehmlich-Orgel, Konservatorium für Musik Kecskemét, Ungarn (13); 06/2001, Aquincum-Orgel, Evangelisch-reformierte Großkirche Debrecen, Ungarn (12, 14–18) | Mastering: 2010
(p) & (c) SPEKTRAL 2010 | Reihe SPEKTRAL CLASSICS
Bestell-Nr.: SRL4-10070 | GTIN (EAN): 4260130380700
Zsolt Gárdonyi
kam an Johann Sebastian Bachs Geburtstag, dem 21. März 1946, in Budapest zur Welt. Sein Vater Zoltán Gárdonyi, einstiger Kompositionsschüler von Zoltán Kodály und Paul Hindemith, wirkte als Professor an der Hochschule
für Musik »Ferenc Liszt« in Budapest und leitete dort auch die Abteilung für Protestantische Kirchenmusik bis zu deren Auflösung 1948 durch die damaligen Machthaber. Zsolt Gárdonyi war mit 19 Jahren Preisträger des Hochschulwettbewerbes in seiner Geburtsstadt sowohl im Fach Komposition als auch im Fach Orgel. Nach weiteren
Studien an der Musikhochschule in Detmold wurde er 24jährig hauptamtlicher A-Kirchenmusiker in Wildeshausen (Oldenburg) und mit 34 Jahren Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seine rege internationale Konzerttätigkeit als Organist sowie seine Gastvorlesungen und Meisterkurse an zahlreichen in- und ausländischen Hochschulen führten ihn über die verschiedensten europäischen Länder bis in die USA und nach Kanada. Zsolt Gárdonyi erhielt 1979 den Kompositionspreis des Freistaates Bayern, im Jahre 2000 wurde ihm für sein kirchenmusikalisches Schaffen, das einmal mehr auf die traditionsreiche Personalunion »Komponist und Organist« verweist, die Ehrendoktorwürde der Reformierten Theologischen Universität in Debrecen (Ungarn) verliehen.
Weitere Informationen: Zsolt Gárdonyi
Der Komponist über seine Werke
Die Entstehungszeit meiner Kompositionen auf dieser CD umspannt genau drei Jahrzehnte zwischen 1971 (In dir ist Freude) und 2001 (Duplum). Dieses musikalische Tagebuch mit Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1994 und 2009 enthält auch einige »Blätter«, die meine Doppelexistenz als Komponist und Organist dokumentieren, indem die Orgel-Solowerke in meiner eigenen Interpretation aus dem Jahre 2000 im Dom zu Uppsala, dem größten Sakralbau Skandinaviens erklingen (Tracks 6 bis 11, Åkermann-Orgel, drei Manuale / 50 Register). Die Aufnahmen aus Ungarn unter Mitwirkung meines Kollegen Prof. Dr. Dezso Karasszon stammen aus den Jahren 1994 (Track 13, Jehmlich-Orgel in Kecskemét, III / 39) und 2001 (Tracks 12, 14 bis 18, Aquincum-Orgel in Debrecen, III / 59). Das jüngste und gewichtigste Klangdokument in dieser CD-Produktion, der im Juli 2009 entstandene Konzertmitschnitt von der Würzburger Erstaufführung meines Oratoriums
»Die Verkündigung« in der dortigen Neubaukirche, steht gleichsam symbolisch für meine mittlerweile fünfunddreißig in
Würzburg verbrachten Lebensjahre.
»Die Verkündigung« für Sopransolo, Chor und Orchester
Die fünf Sätze dieser Komposition verwandeln bildende Kunst in Musik: Sie vertonen die fünf inneren Medaillons im
»Engelsgruß« von Veit Stoß (1447–1533). Dieses bedeutende Kunstwerk der Spätgotik befindet sich bis heute im Altarraum der St. Lorenz-Kirche in Nürnberg, in der 1983 auch die Uraufführung der Erstfassung (einer Auftragskomposition des Deutschen Kirchbautages) für Sopransolo, Chor und zwei Orgeln stattfand. Die Orchesterfassung
des Werkes wurde 1985 im Staatstheater Oldenburg uraufgeführt.
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